Bildung und Innovation

Bildung und Innovation sind untrennbar miteinander verbunden. Viele Studien belegen die Bedeutung von Bildung und Weiterbildung für die Innovationsfähigkeit und -leistung für Unternehmen und Volkswirtschaften. Als rohstoffarmes Land lebt Deutschland in wirtschaftlicher wie gesellschaftlicher Hinsicht von seiner Fähigkeit, Innovationen hervorzubringen. Wir betrachten und analysieren das Ganze aus verschiedenen Blickwinkeln:

Innovationsindikatorik

Wir beschäftigen uns mit der Analyse, Konstruktion, Anwendung und Verbesserung von Indikatoren, mit denen die Innovationsfähigkeit von Ländern untersucht werden kann. Mit solchen Untersuchungen können Länder miteinander verglichen und die Grundlagen ihrer Innovationsfähigkeit bestimmt werden. Bildungsindikatoren spielen dabei eine zentrale Rolle. Es gilt, die Konzepte und Indikatoren für Wissenserzeugung und Wissenskombination so weiterzuentwickeln, dass sie die Effekte und Mechanismen von Bildung – an Schulen, Hochschulen und am Arbeitsplatz – besser erfassen können und zu einem besseren Verständnis des Zusammenhangs von Bildung und Innovation führen. Dabei sollen konzeptionelle und methodische Defizite bestimmt und behoben sowie Datenlücken erkannt und geschlossen werden, vor allem in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Einrichtungen.

Technische Bildung und Diversität

Das Teilthemenfeld Technische Bildung und Diversität bezieht sich auf den Status Deutschlands als technologieorientierte Industrienation. Technologiebezogenen Innovationen und damit der technisch-naturwissenschaftlichen Bildung kommen eine besondere Bedeutung zu. So gilt der Grad an technisch-naturwissenschaftlicher Bildung als relevanter Innovationsindikator in internationalen Vergleichen. Dieser misst beispielsweise die Zahl der Absolventen und Absolventinnen naturwissenschaftlich-technischer Studiengänge. Anders als es die Diskussion in den verschiedenen Communities vermuten lässt, gibt es im Hinblick auf den Standort Deutschland – insbesondere was den Aspekt Diversität angeht – dazu erst wenig systematisches Wissen und belastbare Studien.

Durchlässigkeit im Bildungssystem

Exzellent qualifizierte Fach- und Führungskräfte sichern den Wohlstand Deutschlands, der auf einer wissensbasierten Wirtschaft basiert. Die kontinuierliche Qualifizierung der Bürger und Bürgerinnen bis zu ihrem Ausscheiden aus dem aktiven Erwerbsleben (und ggf. darüber hinaus) ist Grundlage dafür. Gut ausgebildete Akademiker und Akademikerinnen und beruflich Qualifizierte sind stark nachgefragt, da geburtenstarke Jahrgänge aus dem Berufsleben ausscheiden. Um flexibel auf diese Anforderungen reagieren zu können, muss das Bildungssystem nach allen Seiten und Ebenen durchlässig sein sowie Ein-, Um- und Aufstiege während der gesamten Lebensspanne ermöglichen. Unter dem Oberbegriff der Durchlässigkeit forschen wir u.a. zu zentralen Gestaltungsfragen wie:

  • verbesserter Übergang von der beruflichen in die hochschulische Bildung (und vice versa)
  • Verbreiterung des Zugangs zur Hochschulbildung,
  • Anrechnung von Lernergebnissen und Erfahrungen auf Hochschulstudiengänge,
  • Entwicklung neuer Lehr- und Lernkonzepte bzw. moderner Studienmodelle und Lernformen, die den Bedürfnissen berufstätiger Menschen – und deren Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen – Rechnung tragen.

Ziel ist es, eine bessere fundierte Datengrundlage für die Politikberatung und für politisches Handeln zu schaffen.

Publikationen

Projekte

Diese Seite teilen auf: