KI-Sentiment-Index 2025
Das Institut für Innovation und Technik (iit) misst mit dem KI-Sentiment-Index die Rahmenbedingungen für die KI-Industrie in Deutschland. Der Index beruht auf einer breit angelegten Expert:innen-Umfrage: Neben ihren Einschätzungen zum aktuellen Stand der Technologie und Infrastruktur haben die befragten Stakeholder für den Sentiment-Index den politischen und regulatorischen Rahmen, die aktuellen Marktbedingungen und das Markpotenzial sowie die Fachkräfteverfügbarkeit und bestehende Kooperationsstrukturen bewertet. Ziel des KI-Sentiment-Index ist es, den aktuellen Stand und die Fortschritte der deutschen KI-Industrie sichtbar zu machen.
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Presseinformation zum „KI-Sentiment-Index 2025“ (12.11.2025)
Ausgewählte Ergebnisse
Trotz der herausfordernden politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen bewerten acht von zehn befragten Expert:innen das Marktpotenzial mit „hoch“ (38,3 Prozent) oder „sehr hoch“ (47,8 Prozent); 10 Prozent gehen immerhin noch von einem mittleren Potenzial aus. Das größte Wertschöpfungspotenzial für den Einsatz von KI-Technologien sehen die Befragten im IKT-Sektor: Rund 90 Prozent gehen hier von einem hohen oder sogar sehr hohen Anwendungspotenzial aus. Dem Bereich Wissenschaft und Forschung sowie der Medizintechnikbranche attestieren jeweils 80 Prozent ein hohes bis sehr hohes Potenzial. Zudem sieht knapp die Hälfte der Befragten ein hohes bis sehr hohes Potenzial im Sicherheits- und Verteidigungssektor.
Während die Expert:innen das Wertschöpfungspotenzial von KI-Technologien besonders positiv einschätzen, fällt die Bewertung der Rahmenbedingungen für die KI-Industrie in Deutschland deutlich verhaltener aus: So liegt der Gesamtwert des KI-Sentiment-Index auf einer Skala von 0 (negativ) bis 100 (positiv) bei derzeit 46,6 Punkten – und damit im neutralen Bereich der Skala mit einer leicht negativen Tendenz. Vor allem die Einschätzungen zu den institutionellen Rahmenbedingungen trüben hier das grundsätzlich neutrale Gesamtergebnis ein: So liegt der Wert für den Teilindex „Politischer und regulatorischer Rahmen“ bei nur 36,4 Punkten. Zu den schwächsten Einzelwerten zählen hier die Einschätzungen zu den „Bürokratiekosten“ (29,6 Punkte) sowie zum „Planungs- und Genehmigungsaufwand“ (32,8 Punkte), die beide für den Teilindex „Politischer und regulatorischer Rahmen“ erhoben wurden. Als stärkster Einzelwert sticht die Kompetenz der Forschungseinrichtungen mit 71,8 Punkten hervor, der für den Teilindex „Technologie und Infrastruktur“ erhoben wurde.
Rahmendaten zur Befragung
An der Umfrage haben insgesamt 693 Stakeholder teilgenommen. Der Umstand, dass sich knapp 35 Prozent der befragten Expert:innen ein gutes Überblickswissen mit Detailkenntnissen attestieren und rund 54 Prozent angeben, über einen sehr guten Überblick und technologische Fachexpertise zu verfügen, ist ein wichtiger Hinweis auf die Güte der gegebenen Antworten. Die Teilnehmenden decken die gesamte Breite der KI-Landschaft ab. Besonders positiv war die Resonanz unter den Expert:innen aus dem Bereich Informations- und Kommunikationstechnik sowie aus Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen. Zur Teilnahme aufgerufen waren Akteure aus der Informations- und Telekommunikationsbranche, der Chemisch-pharmazeutische Industrie und Energiewirtschaft, dem Gesundheits- und Finanzwesen, aber auch aus den Bereichen Transport und Verkehr, Sicherheit und Verteidigung, Bau und Handwerk sowie Produktion und Logistik. Ebenso eingeladen waren Akteure aus dem Dienstleistungssektor, aus Forschungs- und Wissenschafts-einrichtungen, aus der Wirtschaftsförderung und politischen Administration – sowie Investoren, Verbände und Vereine.
Der KI-Sentiment-Index basiert auf einer breit angelegten Expert:innen-Befragung, die zwischen dem 11. Juni und dem 31. Oktober 2025 in der DACH-Region durchgeführt wurde. Als Erhebungsmethode diente ein Online-Fragebogen. Die nächste Befragungsrunde startet voraussichtlich im Mai 2026.
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