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IndiGO – Veränderung von Innovationsfähigkeit messen

Was ist IndiGO?

IndiGO ist ein leitfadengestütztes Instrument zur Erfassung von Auswirkungen von Projekten und Programmen auf die Innovationsfähigkeit von Organisationen, insbesondere Unternehmen. Als Dimensionen von Innovationsfähigkeit werden von IndiGO die folgenden Aspekte betrachtet:

  • Humankapital: Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie Motivation der Mitarbeiter, betriebliche Strukturen und Prozesse der Personalentwicklung.
  • Strukturkapital: Strukturen und Prozesse in der Organisation / dem Unternehmen, die es ermöglichen, selbst F&E oder Innovationen durchzuführen oder externe Informationen zu F&E-Ergebnissen oder Innovationen zu erhalten und zu verarbeiten. Diese Strukturen und Prozesse können organisatorischer oder technischer Natur sein.
  • Beziehungskapital: Externe Beziehungen der Organisation – etwa zu anderen Unternehmen, F&E-Einrichtungen oder Bildungsträgern, die es der Organisation (dem Unternehmen) ermöglichen, in Kooperation F&E oder Innovationen durchzuführen, oder externe Informationen zu F&E-Ergebnissen oder Innovationen zu erhalten und zu verarbeiten.


IndiGO erfasst nicht die unmittelbaren F&E-Ergebnisse (z. B. Veröffentlichungen, Patente) oder Innovationen (z. B. neue Produkte), die ein solches Projekt hervorgebracht hat. Vielmehr geht es um die Auswirkungen auf die Fähigkeit des Unternehmens, zukünftig F&E-Ergebnisse und / oder Innovationen hervorzubringen. In Programmevaluationen kann IndiGO also zusätzlich zu anderen Instrumenten, die solche unmittelbaren Projektergebnisse (z. B. Patente, neue Produkte) erheben, verwendet werden.

Für wen ist IndiGO interessant?

IndiGO ist in erster Linie interessant für alle, die für öffentlich geförderte Programme zuständig sind – etwa als Vertreter/in der öffentlichen Institutionen, die diese Programme fördern (z. B. Ministerien, Programmeigner/innen). Insbesondere angesprochen sind Verantwortliche solcher Programme, die sich (auch) an Unternehmen richten. Zudem kann IndiGO für Unternehmen interessant sein, die ihre Innovationsfähigkeit analysieren und verbessern möchten.

Wie funktioniert IndiGO?

IndiGO ist ein Leitfaden für Interviews. Diese Interviews werden in der Regel mit Experten und Expertinnen (z. B. Projektleitung, Geschäftsführung) gemacht, die Projekte im Rahmen von öffentlich geförderten Programmen umgesetzt haben. Das Interview findet entweder in einem unmittelbaren Gespräch (face-to-face) oder als computerunterstütztes Telefoninterview (CATI) statt; es dauert ungefähr eine Stunde. Die Daten liegen anschließend in einem Format vor, das für statistische Auswertungen geeignet ist (IBM-SPSS©).

Warum sollte IndiGO eingesetzt werden?

Öffentlich geförderte Programme haben in der Regel Effekte hinsichtlich der Innovationsfähigkeit der geförderten bzw. beteiligten Organisationen (Unternehmen). Solange und insofern diese Effekte nicht systematisch erhoben werden, wird der Nutzen der Programme unterbewertet. Der Einsatz von IndiGO trägt also dazu bei, den tatsächlich insgesamt – und möglicherweise sogar in bestimmter Hinsicht unbeabsichtigt – erzielten Erfolg von Programmen transparent zu machen. Weiterhin sind solche Effekte der Innovationsfähigkeit – jenseits der unmittelbaren Projektergebnisse – wichtig für den Nachweis der Nachhaltigkeit von Fördermaßnahmen.

Wie sehen beispielhaft Ergebnisse von IndiGO aus?

Als Ergebnis von IndiGO-Analysen liegt eine konsolidierte Sicht von Projektnehmern hinsichtlich der Effekte der Projekte in den Dimensionen Human-, Struktur- und Beziehungskapital vor. Zusätzlich zu diesen Übersichtsdaten liefert IndiGO eine Vielzahl von qualitativen Antworten, die es erlauben, die spezifischen Wirkungen in den jeweiligen Unternehmen auch im Detail nachzuvollziehen.

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