Pflegeinnovationen

Der demografische Wandel manifestiert sich in der Pflege

Die Pflegebranche steht angesichts des demografischen Wandels vor besonderen Herausforderungen. Vorausberechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge steigt die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland von derzeit rund 2,6 Millionen auf bis zu 3,4 Millionen im Jahr 2030. Somit steigt die Nachfrage nach medizinischen und pflegerischen Dienstleistungen. Allerdings stehen immer weniger informell und professionell Pflegende zur Verfügung. Laut Pflegereport der Bertelsmann Stiftung werden im Jahr 2030 eine halbe Million Vollzeitkräfte fehlen.

Versorgung und Pflege neu denken

Knapp 70 % aller pflegebedürftigen Personen werden laut Statistischem Bundesamt von ihren Angehörigen zu Hause gepflegt. Somit steht der Erhalt der Selbstständigkeit des Pflegebedürftigen, aber auch die Entlastung der pflegenden Angehörigen für eine bessere Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf im Mittelpunkt. Neue Interventionsstrategien, übergreifende Versorgungskonzepte und neuartige Assistenzsysteme müssen entwickelt werden und zum Einsatz kommen.

Pflegetechnologien drängen auf den Markt

Bei der Sicherstellung einer qualitätsvollen und bedarfsgerechten Pflege kommt der Entwicklung und dem Einsatz innovativer technischer Assistenzsysteme eine zentrale Bedeutung zu: Sie können in unterschiedlichsten Versorgungskontexten - von der Alten-, über die Kranken-, bis hin zur Akut-, Intensiv- und Palliativpflege - dazu beitragen, die Selbstbestimmung und die Lebensqualität von Pflegebedürftigen zu erhalten oder zu erhöhen, Pflegefachkräfte bzw. Pflegefachpersonen ebenso wie pflegende Angehörige zu entlasten und mehr Freiraum für zwischenmenschliche Zuwendung zu eröffnen. Ziel ist es die bereits vorhandene Innovationsstärke Deutschlands in der Medizintechnik auf die Pflegetechnologie auszuweiten und so Deutschland als Leitanbieter in diesem Markt zu etablieren.

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