Raumfahrt-Sentiment-Index 2025

Deutschland verfügt über ein enormes Wertschöpfungspotenzial im New-Space-Sektor, insbesondere im Bereich Sicherheit und Verteidigung. Gleichzeitig sehen Expert:innen die Branche durch bürokratische Hürden und regulatorische Unsicherheiten ausgebremst. Das zeigt der Raumfahrt-Sentiment-Index 2025.

Trotz der herausfordernden politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen bewerten sieben von zehn befragten Expert:innen das Marktpotenzial mit „hoch“ (44 Prozent) oder „sehr hoch“ (26 Prozent); 23 Prozent gehen immerhin noch von einem mittleren Potenzial aus. Besonders groß ist das Potenzial im Bereich Sicherheit und Verteidigung: 90 Prozent der Befragten sehen hier hohe oder sehr hohe Wertschöpfungschancen. Auch Wissenschaft und Forschung (86 Prozent) sowie Luftfahrt und unbemannte Systeme (75 Prozent) werden als zentrale Anwendungsfelder genannt.

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Presseinformation zum „Raumfahrt-Sentiment-Index 2025“ (02.04.2026)

Ausgewählte Ergebnisse

Trotz der herausfordernden politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen bewerten sieben von zehn befragten Expert:innen das Marktpotenzial mit „hoch“ (44 Prozent) oder „sehr hoch“ (26 Prozent); 23 Prozent gehen immerhin noch von einem mittleren Potenzial aus. Besonders groß ist das Potenzial im Bereich Sicherheit und Verteidigung: 90 Prozent der Befragten sehen hier hohe oder sehr hohe Wertschöpfungschancen. Auch Wissenschaft und Forschung (86 Prozent) sowie Luftfahrt und unbemannte Systeme (75 Prozent) werden als zentrale Anwendungsfelder genannt.


Dem hohen Potenzial steht jedoch eine deutlich kritischere Bewertung der Rahmenbedingungen gegenüber: Vor allem Bürokratiekosten und langwierige Genehmigungsverfahren gelten als zentrale Wachstumshemmnisse für die Branche. So liegt der Gesamtwert des Indizes auf einer Skala von 0 (negativ) bis 100 (positiv) mit 51,9 Punkten genau im Mittelfeld der Skala. Insbesondere die Einschätzungen zu den institutionellen Rahmenbedingungen trüben hier das grundsätzlich neutrale Gesamtergebnis ein: So liegt der Wert für den Teilindex „Politischer und regulatorischer Rahmen“ bei nur 39,2 Punkten. Zu den schwächsten Einzelwerten zählen hier die Einschätzungen zu den „Bürokratiekosten“ (25,6 Punkte) sowie zum „Planungs- und Genehmigungsaufwand“ (27,5 Punkte). Als stärkster Einzelwert sticht die Technologiekompetenz in der Forschung mit 75,1 Punkten hervor, der für den Teilindex „Technologie und Infrastruktur“ erhoben wurde.


Der Raumfahrt-Sentiment-Index 2025 ist das „Stimmungsbarometer“ des deutschen New-Space-Ökosystems und misst jährlich die Rahmenbedingungen für die Raumfahrtindustrie in Deutschland. Der Index beruht auf einer breit angelegten Expert:innen-Umfrage: Neben ihren Einschätzungen zum aktuellen Stand der Technologie und Infrastruktur haben die befragten Stakeholder für den Sentiment-Index den politischen und regulatorischen Rahmen, die aktuellen Marktbedingungen und das Markpotenzial sowie die Fachkräfteverfügbarkeit und bestehende Kooperationsstrukturen bewertet. Ziel des Raumfahrt-Sentiment-Index ist es, den aktuellen Stand, die Fortschritte und Hemmnisse der deutschen Raumfahrtindustrie sichtbar zu machen.

Rahmendaten zur Befragung

An der Umfrage haben insgesamt 61 Stakeholder teilgenommen. Die Gruppe der Teilnehmenden deckt die gesamte Wertschöpfungskette des Raumfahrt-Ökosystems in Deutschland ab. Besonders positiv war dabei die Resonanz unter Technologieanbietern sowie Expert:innen aus Forschungs- und Wissenschafts-einrichtungen. Der Raumfahrt-Sentiment-Index basiert auf einer breit angelegten Befragung, die zwischen dem 4. Juni und dem 31. Dezember 2025 in der DACH-Region durchgeführt wurde. Als Erhebungsmethode diente ein Online-Fragebogen. Zur Teilnahme aufgerufen waren Technologieanbieter und -anwender sowie Akteure aus Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen. Ebenso aufgerufen waren Stakeholder aus dem Dienstleistungssektor, aus der Wirtschaftsförderung und politischen Administration – sowie Investoren und Verbände und Vereine.

Die nächste Befragungsrunde startet voraussichtlich Anfang Mai 2026 und wird zeigen, ob sich die Rahmenbedingungen aus Sicht der Branche verbessern.