Kommunale Datenkompetenz für mehr Gemeinwohl

Mit einer Studie erarbeiten die Expert:innen des iit in diesem Projekt gemeinsam mit Partnern Handlungsempfehlungen für mehr Datenkomptenz in kommunalen Verwaltungen.

Im Mittelpunkt des vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) geförderten Projekts „KoDaKo“ steht die Frage, wie Kommunen die Potenziale und Herausforderungen der Digitalisierung bestmöglich angehen können. Gemeinsam untersuchen die Forschenden konkrete, anwendungsorientierte Ansätze zum Auf- und Ausbau von Datenkompetenzen im kommunalen Bereich.

Insbesondere kleine und mittlere Kommunen stehen vor der Herausforderung, die vielfältigen Möglichkeiten der Digitalisierung zu identifizieren und zu nutzen – und zugleich die Komplexität dieser Prozesse zu bewältigen. So bedarf es spezifischer Ressourcen, die vorgehalten oder geschaffen werden müssen, um entsprechende organisatorische, personelle und technische Maßnahmen umzusetzen. Zwar existieren bereits einzelne Ansätze zum Aufbau von Datenkompetenzen sowie für das Ausgestalten eines übergreifenden Datenmanagements. Aktuell mangelt es jedoch noch an systematischen und praxisorientierten Lösungsvorschlägen, um Datenkompetenzen auf kommunaler Ebene breitenwirksam aufzubauen. Innerhalb des Forschungsprojekts »Digitale Stadt gemeinwohlorientiert gestalten durch kommunale Datenkompetenzen« (kurz KoDaKo) widmet sich das iit gemeinsam mit Partnern der Entwicklung von adäquaten Handlungsansätzen. Zu den weiteren Projektpartnern gehören das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung – Institutsteil für industrielle Automation IOSB-INA. Als Teil des Forschungsprogramms „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ (ExWoSt) des BBSR entwickelt das Projekt Empfehlungen und Arbeitshilfen, die kommunale Verwaltungen darin unterstützen ein effektives Datenmanagement aufzubauen. „Mit der nachhaltigen Entwicklung ihrer Kompetenzen im Umgang mit Daten können kommunale Verwaltungen ihre Leistungen und Prozesse deutlich verbessern und noch bürgernäher ausgestalten. Dafür werden wir mit dem Studienprojekt praxisnahe Lösungsansätze und Leitfäden entwickeln, unter anderem im Rahmen von Befragungen und Workshops mit kommunalen Fachleuten“, so Co-Studienleiter Henry Schweigel vom iit. Erste Zwischenergebnisse des Forschungsprojekts werden im Herbst 2021 vorliegen.

Wesentliches Ziel des Projekts ist es, kommunale Verwaltungen dabei zu unterstützen, passgenaue Datenkompetenzen zu konzipieren und in die Praxis zu bringen. Dies schließt die Analyse der verwaltungsinternen und -externen Akteurs-, Kooperations- und Organisationsstrukturen der Kommunen ein. Ebenfalls im Untersuchungsfokus steht die Übertragbarkeit auf andere Kommunen.

Das Projekt steht im Zusammenhang mit einer Reihe von Forschungsvorhaben, die im Kontext der „Smart City Charta“ durch das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat sowie des BBSR betreut werden. Die Charta wurde im Jahr 2017 durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und das BBSR veröffentlicht und hebt den Auf- und Ausbau von Datenkompetenzen als ein wichtiges Handlungsfeld kommunaler Datengovernance hervor.


Laufzeit

Oktober 2020 – September 2023

Auftraggeber

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)